Ergebnisse der Dritten Delphi-Runde Innovationen für 2015

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Introductory Questions

Trendprojektion 3

Innovationen für ein nachhaltiges Externes Wissensmanagement

Externes Wissensmanagement – das Management von individuellem und kollektivem Wissen – wird von Öffentlichen Bibliotheken als externe Dienstleistung angeboten. Aufgabe der Bibliothek ist es, Werkzeuge und Kompetenzen zu vermitteln, die den Ausbau von Informationskompetenz und Individuellem Wissensmanagement des einzelnen Kunden unterstützen. Im Sinne einer Gewährleistung gesellschaftlicher Teilhabe sehen sich die meisten Öffentlichen Bibliotheken darüber hinaus verpflichtet, neue Technologien anzubieten und die entsprechenden Nutzungskompetenzen zu vermitteln.

Hier werden von den Experten in erster Linie Schulungsangebote im weiteren Sinne aufgeführt – von der Klassenführung für Grundschüler über Bibliotheks- und OPAC-Einführungen hin zu Interneteinführungen, Medienpräsentationen und Veranstaltungen zur Familienforschung. Die Funktion des Knowledge Managers bezieht sich für eine Teil der Experten auch auf klassische Dienstleistungen, wie etwa die Verfügbarkeit eines Medienangebots, die bibliothekarische Auskunft oder sogar die generelle Existenz der Institution ‚Öffentliche Bibliothek’.

Die Ressourcen der Öffentlichen Bibliotheken sind finanziell, personell und auch technisch eingeschränkt, das Know-How der Mitarbeiter ist endlich. In Bibliotheken entstehen zukünftige Angebote des Externen Wissensmanagements daher vermehrt in Kooperation mit anderen Institutionen. Die Öffentliche Bibliothek wird in erster Linie als Partner im Individuellen Wissensmanagement ihrer Kunden gesehen und stellt den Raum zur Wissensvermittlung und zum Wissensaustausch zur Verfügung.

Der ‚Kunde als (Co-)Produzent von Informationen und Wissen‘ ist noch Vision. Handlungsbedarf im Bereich Web X.0 und Externes Wissensmanagement wird gesehen, die Entwicklung der Angebote und Möglichkeiten wird aufmerksam verfolgt. Vorstellbar sind, so die Experten, in erster Linie Projekte in Richtung Cataloge Enrichment über Rezensionen und Bewertungen. Allerdings werden Qualität und Nutzen solcher Elemente skeptisch betrachtet. Vielfach sind die finanziellen und technischen Hürden groß, da hier die Autonomie der Bibliotheken stark eingeschränkt ist. Weitergehende Ansätze, wie z. B. das Entwickeln ‚kommunaler Wissensplattformen‘, die u.a. auch Elemente der Oral History integrieren, bilden bisher eher die Ausnahme.

Durch welche neuen und innovativen Ideen und Angebote verleihen Sie den Aufgaben im Externen Wissensmanagement Ihrer Bibliothek, die die Experten in Trendprojektion 3 definiert haben, zukünftig mehr Gewicht?

Die Antworten finden Sie in der folgenden MindMap
(Download als pdf):

Trendprojektion 3.pdf



Die vier Trendszenarien:

Trendprojektion 1
Öffentliche Bibliotheken als impulsgebende Wissensmanager

Trendprojektion 2
Interne Vielfalt und Autonomie - Erfolgsfaktoren für Wissensmanagement

Trendprojektion 3
Innovationen für ein nachhaltiges Externes Wissensmanagement

Trendprojektion 4
Innovationen für ein nachhaltiges Internes Wissensmanagement